Olympia 2026 am Haubensteigweg

Das Carl-von-Linde-Gymnasium startet sportlich ins neue Schuljahr

Wir danken Lutz Bäucker, dass er diesen Artikel für unsere Homepage zur Verfügung stellt.

Dabei sein ist alles: Schulleiter Dr. Stefan Dieter rannte trotz Regenschauer über den glitschigen Rasen, um seinem „Team Lehrer“ wichtige Punkte im Biathlon-Wettkampf zu sichern. „In den Kurven hätte es mich beinahe hingelegt,“ berichtete er lachend, „eigentlich ist Wassertragen meine stärkste Disziplin!“ Wie er wollten alle dabei sein, bei der mittlerweile zur schönen Tradition gewordenen Schul-Olympiade des Carl-von-Linde-Gymnasiums. 24 Klassen waren am Start, ein Großteil der aktuell 640 Schülerinnen und Schüler, darunter auch fünf fünfte Klassen. „Für diese Kinder ist unser Olympia etwas ganz Besonderes,“ so der Sportfachschaftsleiter und Cheforganisator Korbinian Heinzeller, „ sie lernen sich bei den Spielen zum ersten Mal richtig kennen, kämpfen für ihre neue Klasse und haben Riesenspaß!“ Entsprechend laut war‘s bei den Teamwettbewerben Biathlon, Pendelstaffel und Wassertragen, die Anfeuerungsrufe und Jubelschreie waren weit über den Haubensteigweg hinaus zu hören: „Auf geht’s, fünf bee, auf geht’s!“ Manchmal mussten auch Tränen der Enttäuschung getrocknet oder tröstende Worte gesprochen werden, wie bei den „richtigen“ Spielen.

Der friedliche Wettstreit erhielt seinen besonderen Charakter dadurch, dass jede Klasse als Nation einzog, mit Nationalflagge, entsprechenden Trikots, Maskottchen und von passender Musik begleitet. Wie im richtigen Sportleben gabs extra Beifall für die „Ukraine“, Jubel für „Team Deutschland“ und aufmunternden Applaus für die als „Frankreich“ einlaufenden Lehrer. Die Top-Organisation machte es möglich, dass sich niemand ausgeschlossen fühlte, keiner Angst hatte, sich zu blamieren. Federnde Absprungbretter beim Weitsprung, eine schräge, stark abwärts ausgerichtete „Messlatte“ beim Hochsprung, Freizeitklassiker wie Frisbee werfen, Tischtennis und Torwandschießen – bei Olympia am CvL machte jede und jeder irgendwo eine gute Figur. „Die Idee hat sich durchgesetzt“, so Stefan Dieter, „wir machen das jetzt immer am Schuljahresanfang, das schweißt die ganze Schule gleich zusammen, sorgt für gute Laune und bringt das Thema Sport ohne Leistungsstress auf den Plan“.

Doch bei Olympia am Haubensteigweg geht’s nicht nur um „schneller-höher-weiter“. Die Schülerinnen und Schüler waren auch aufgerufen, ihre Nation möglichst kreativ und authentisch zu präsentieren. Blaugelbe Trikots und Haarbänder sowie ein Plüschelch bei Schweden (Klasse 5b), phantasievoll geschminkt Mexiko, „USA, USA, USA!“ und „Hollywood“-Transparente, die Mannschaft Norwegen mit Zimtrollen und Wikingerschild, Italien mit einer Tunika-umhüllten Legionärin als Zeugwartin – es fehlte an nichts. Der jährlich ausgelobte Wanderpokal fürs beste Outfit ging an die Klasse 9a („Norwegen“), die mit ihrer Inszenierung überzeugte und bereits zum dritten Mal hintereinander feiern konnte. „Dabei sein“ ist eben alles, bei diesen Spielen. Für die Mittelstuflerin, die bauchfrei und mit Lederhandtäschchen antrat genauso wie für die Fünftklässler mit diversen Kuscheltieren oder die coolen CvLer aus der Oberstufe, die ebenfalls ihren Spaß am Spektakel zelebrierten. Ganz abgesehen vom CvL-Kollegium, das die Treffer beim Biathlon ebenso enthusiastisch feierte wie die unfallfreie Überquerung der Hochsprunglatte …