Mudge – Das Geheimnis einer Schule

„Mudge“ – wie alles begann…

Schon seit vielen Jahren schlummerte bei allen „Musen“ am CvL die Idee, eines Tages ein großes gemeinsames Musical-Projekt auf die Beine zu stellen. Und dieses Jahr 2015 schien der ideale Zeitpunkt zu sein, es in die Tat umzusetzen: Wurde am CvL doch genau in diesem Jahr der musische Zweig etabliert! Und zudem bildet das Musical so auch einen würdigen Abschied für unseren Direktor Werner Preising, der in diesem Jahr in den Ruhestand geht und von dem wir wussten, dass er dank seiner eigenen jahrelangen Theaterarbeit dem kulturellen Treiben an der Schule und vor allem dem daraus resultierenden zeitweiligen „Chaos“ sehr offen und hilfsbereit gegenüber stehen würde. 

Und so trafen sich bereits im Oktober 2013 alle Theater-, Tanz-, Chor-, Big-Band-, Orchester- und Kunstlehrer, insgesamt 14 an der Zahl, zum ersten Planungstreffen. Hier wurden unzählige Ideen eingebracht und wieder verworfen, eifrig und heftig diskutiert und schließlich einigten wir uns alle darauf, dass das erste Musical am CvL die ureigene Geschichte vom CvL spielen sollte…und bald war „Mudge“ – der „erste Kühlschrank der Welt“ geboren! Von dieser Anfangs-Idee bis zum endgültigen Drehbuch und der ersten Probe dauerte es also fast 1 ½ Jahre, die für uns aus der Rücksicht aber wie im Flug vergangen sind!

Spätestens seit Januar 2015 proben nun ca. 250 Teilnehmer mit ihren Instrumenten, mit ihren Stimmen und ihrem gesamten Körpereinsatz unermüdlich für unsere zwei Aufführungen im Stadttheater. Für den technischen und wirtschaftlichen Support sorgen sogar zwei eigene P-Seminare, die den Künstlern sehr viel Arbeit abnehmen. Und im Kunstsaal entsteht nach und nach „Mudge“ selbst, er wächst sozusagen in seine Rolle als CvL-Kühlschrank langsam hinein und wird auf diese Weise schon allen Schülern bekannt!  

Unser herzlichster Dank geht an all unsere Unterstützer aus dem Kollegium und der gesamten Schulfamilie, denn ohne ihren Einsatz und ihre Hilfe und vor allem ohne das Verständnis von allen Seiten wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen!

So ein Projekt macht viel Arbeit und so mancher hat bestimmt schon mal den Aufwand oder die langen Probenarbeiten bis in den späten Nachmittag hinein verflucht, aber wenn man dann mitten im Trubel steckt, die Fortschritte sieht und die flotte Musik unserer Musiker hört, da möchte man einfach nochmal 16 sein! =) 

Szenen

1. Szene: Die Geheimnisse

Das Carl-von-Linde-Gymnasium zu Kempten ist eine geheimnisvolle Schule, nicht nur, weil sie von gleich vier Direktorinnen geleitet wird. In den Räumen der Schule finden sich nämlich lebendige Dinge, die den Schulalltag in einmaliger Art und Weise gestalten. All diese Gegenstände zusammen machen die besondere Atmosphäre der Schule aus.

Zuallererst ist da Mudge zu nennen, der erste Kühlschrank der Welt, der von Carl-von-Linde höchstpersönlich erfunden und gebaut worden ist. Sein Namen Mudge (sprich: „Mudsch“), der zusammengesetzt ist aus „music“ (Musik) und „fridge“ (Kühlschrank), verweist darauf, dass diese Maschine im Laufe der Zeit wie alle Geheimnisse ein Eigenleben entwickelt hat. In seinem Inneren kühlt er zwar noch prächtig, jedoch kann er inzwischen auch Musik machen und die Stimmungen von Menschen positiv beeinflussen. Er ist quasi zu einer Persönlichkeit gereift, die keiner mehr am CvL missen möchte. Neben Mudge sind da aber auch noch das Lateilama, ein Latein sprechendes Lamaskelett, Nirvana, der Zeit-Raumreise-Sarg, Bigdrum, eine impulsive Trommel, und Radioactive, eine subversive Schwätzer-Uhr. Sie alle verhindern Langeweile und Ödnis im Unterricht!

In der ersten Szene werden diese Geheimnisse den Zuschauern und den Austauschschülern aus England vorgestellt.

2. Szene: Aggromobber

Die Aggromobber sind eine aggressive Gang, die diese fröhliche Stimmung an der Schule nicht ertragen können. Sie suchen nach der passenden Gelegenheit, der Schule im großen Stil zu schaden und scheuen vor keiner perfiden Lüge zurück. Deshalb informieren sie die Leitung eines reichen Privatinternats am Bötchensee darüber, dass eines der Paradebeispiele deutscher Ingenieurskunst, nämlich Mudge, zum Verkauf stünde. 

3. Szene: love in technics

Während die große Intrige der Aggromobber ihren Lauf nimmt, können diese aber auch nicht davon ablassen, im Kleinen Unheil zu stiften. Sie verfolgen zwei Mädchen durch das Schulhaus, die sich gerade noch rechtzeitig in Mudge retten können.

4. Szene: Mudge futsch!

Die Direktorinnen des CvL gehen leider auf die Anfrage des Privatinternats vom Bötchensee ein und wollen Mudge nun in dem Glauben, dadurch viel Geld für die Schule zu gewinnen, verkaufen. Die Schulgemeinschaft ist irritiert. Jeder hat eine andere Meinung dazu. Streit entsteht und die Aggromobber wähnen sich schon am Ziel ihrer gemeinen Träume. Das CvL scheint seinen inneren Zusammenhalt zu verlieren.

5. Szene: Die Erben vom Bötchensee

Eine Abordnung der Schulleitung vom Bötchensee-Internat erscheint mit ihren zwei Schülersprechern und will Mudge besichtigen. Bei Wohlgefallen würden sie Mudge gleich mitnehmen, damit er nur ihnen und ihren Töchtern und Söhnen aus reichem Hause elitär zur Verfügung steht und nicht als Selbstverständlichkeit an einer öffentlichen Schule vergeudet wird.

6. Szene: Mudge out!

Während die Direktorinnen beider Schule die offiziellen Vertragsverhandlungen beginnen, kommen die beiden Schülersprecher vom Bötchensee und die Aggromobber zufällig ins Gespräch miteinander und verhandeln ihrerseits den Verkauf. Dabei wird eine „Materialprüfung“ erwägt, indem die Schülersprecher sich in Mudge hineinsetzen und Mudge versuchen soll, diesen ein positives Lebensgefühl zu geben. Aufgrund der unglaublichen Arroganz und Blödheit der Schülersprecher geht Mudge bei diesem Versuch aber kaputt, auch wenn seine Energie eine gewisse Wirkung bei den beiden zeigt. Dennoch scheint diese Aufgabe für ihn zu groß gewesen zu sein, denn ab nun schweigt er.

7. Szene: Mudge go on!

Nun ist guter Rat teuer. Mudge ist kaputt und kann so auch nicht verkauft werden. Die Direktorinnen drängen deshalb auf eine schnelle Reparatur. Als wenn man etwas, das lebt, so einfach reparieren könnte! Dennoch versuchen die Fachschaften Physik, Biologie und Sport ihr Bestes. Aber nicht einmal dem allseits kompetenten Hausmeister gelingt es, Mudge wieder zum Leben zu erwecken. Mudge bleibt stumm. Die Abordnung vom Bötchensee verlässt daraufhin unverrichteter Dinge und schimpfend das CvL.

8. Szene: Carl ist hier!

Die Aggromobber sind mit dem Verlauf der Dinge im Grunde zufrieden. Endlich herrscht schlechte Stimmung am CvL. Mudge wird so kaputt, wie er ist, zurück in die Kammer gestellt. Da erscheint Carl von Linde und hinterlegt einen Zettel in Mudge. Diesen finden zufällig die zwei Mädchen, die Mudge zuletzt noch vor den Aggromobbern bewahrt hatte, als sie sich von ihm verabschieden wollten. Sie bringen den Zettel zur SMV (Schülermitverantwortung), die sofort erkennt, dass es sich hierbei um eine verschlüsselte Nachricht des Erfinders vom Mudge handelt. Sie wollen diese Nachricht übersetzt und vertont als neues Schullied der Schulgemeinschaft am nächsten Tag in der Pause vorstellen.

Währenddessen hecken die Aggromobber ihren nächsten Plan aus. Mudge soll mit Silvesterböllern präpariert werden und in dem Moment in die Luft gehen, wenn das Lied in der Pause ertönt. So soll jegliche Hoffnung auf ein Wiederbeleben von Mudge und damit auf die Wiederherstellung der fröhlichen Zeiten am CvL zerstört werden.

9. Szene: Awakening!

In der Aula findet am nächsten Tag die Zusammenkunft der Schulgemeinschaft statt, die von der SMV einberufen wurde. Die Aggromobber scheitern mit ihrem Versuch, Mudge zu sprengen. Alle erkennen, dass die ganze Schule zum Opfer einer bösen Verschwörung geworden war und wer die Schuldigen sind. Anstatt nun aber das Vergangene aufzurechnen, singen alle gemeinsam das neue Lied und dieser neue Schulgeist reißt alle mit!