Informationen zum musischen Zweig

Allgemeine Informationen

Das Musische Gymnasium (Musische Ausbildungsrichtung/Musischer Zweig; abgekürzt MuG) ist ideal für Kinder, die eine besondere Freude am Erlernen und Spielen eines Instruments haben und sich gerne mit musischen und künstlerischen Elementen beschäftigen, d.h. ein musikalisch-musisches Grundtalent haben. Die Note im Fach Musik oder ein anderer geeigneter Nachweis ist deshalb ein wichtiges Kriterium für die Aufnahme in das Musische Gymnasium.

Die Stundentafel des musischen Gymnasiums, also die in den einzelnen Fächern in den jeweiligen Jahrgangsstufen zu unterrichtenden Stunden, unterscheidet sich zunächst (5.-7. Jahrgangsstufe) kaum von der Stundentafel für die anderen Ausbildungsrichtungen des Gymnasiums, außer dass Musik ab der 5. Jahrgangsstufe Kernfach und Unterricht in einem Instrument verpflichtend ist. Schülerinnen und Schüler des MuG erhalten wöchentlich 45 Minuten Instrumentalunterricht in einer Zweier- oder Dreiergruppe. Die dritte Sportstunde, die im MuG erst in der Mittelstufe vorgesehen ist, kann bereits in der Unterstufe (wie bei den übrigen Zweigen) eingeplant werden. Diese dritte Sportstunde fällt dann in der Mittelstufe weg. Von dieser Möglichkeit machen wir (wie die meisten MuG) aus organisatorischen Gründen Gebrauch.

Die Fremdsprachenfolgen sind

  • Latein (5. Jgst.) – Englisch (6. Jgst.) oder 
  • Englisch (5. Jgst.) – Latein (6. Jgst.).

Während im Sprachlichen bzw. im Humanistischen Gymnasium ab der 8. Jahrgangsstufe die dritte Fremdsprache hinzukommt, liegt das „Profil“ des Musischen Gymnasiums ab der 8. Jahrgangsstufe im musischen Bereich (Musik und Kunst). 

Die Anmeldung zum Musischen Zweig des Carl-von-Linde-Gymnasiums erfolgt im Rahmen der regulären Einschreibung. Dabei ist auch das zu erlernende Instrument anzugeben. 

Bis zum Ende der 7. Jahrgangsstufe ist ein Zweigwechsel vom MuG in eine andere Ausbildungsrichtung unserer Schule oder auch umgekehrt unter bestimmten Voraussetzungen möglich, allerdings jeweils nur zum Schuljahresende für das folgende Schuljahr.

Instrumentalunterricht

Die Beherrschung eines Instruments ist nicht Voraussetzung für die Aufnahme in den musischen Zweig, aber alle Schülerinnen und Schüler müssen (spätestens ab der Aufnahme in den Musischen Zweig) ein Instrument erlernen. 

Das Erlernen eines Instruments fördert nicht nur die Intelligenz, wie zahlreiche Studien beweisen. In Orchester, Bigband oder Musikkapellen ausgeübt, bringt die Musik auch unvergessliche kameradschaftliche Erlebnisse und stärkt die Fähigkeit, im Team gemeinsam Aufgaben zu lösen. Regelmäßiges geschultes Singen erweitert die persönliche Ausdrucksfähigkeit und ist nach medizinischen Untersuchungen gesundheitsfördernd.

Ab der 5. Jahrgangsstufe belegen die Schülerinnen und Schüler Unterricht in einem Instrument. Möglich sind gängige Instrumente (Orchesterinstrumente, siehe Liste). Der Unterricht wird entweder durch Lehrkräfte der Schule selbst oder in enger Kooperation mit der Sing- und Musikschule Kempten angeboten. Auch ein Privatunterricht ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Gerne beraten die Musiklehrkräfte über Möglichkeiten, ein Instrument zunächst auszuleihen.

Mögliche Instrumente

  ab der 5. Jahrgangsstufe
Vorkenntnisse im Instrumentalspiel sind beim Eintritt in das musische Gymnasium (Jgst. 5) nicht notwendig.
ab der 8. Jahrgangsstufe
(zusätzlich als Ersatz für das bisher erlernte Instrument)
Streichinstumente Violine
Viola
Violoncello
Kontrabass
 
Holzblasinstrumente Querflöte
Oboe
Klarinette
Fagott
Saxophon
Blockflöte (Sopran- und Altflöte)
Blechblasinstrumente Trompete
Posaune
Waldhorn
Tenorhorn
Tuba
Bariton
Euphonium
Tasteninstrumente Klavier Cembalo
Zupfinstrumente Gitarre (klassisch) Harfe
Zither
Laute
Mandoline
Weitere   Perkussion (mit Mallet-Instrumenten)
Akkordeon (MIII)
Hackbrett

Die ab Jahrgangsstufe 8 wählbaren Instrumente können auf Antrag der Erziehungsberechtigten bereits ab Jahrgangsstufe 5 zugelassen werden.     

Bitte beachten: Die Schule kann Schülerinnen und Schüler zu einem bestimmten Instrument nur im Rahmen der vorhandenen Lehrerkapazitäten zulassen. Dabei ist davon auszugehen, dass die Schule in der Regel nur für solche Instrumente, die über einen längeren Zeitraum von einer größeren Anzahl von Schülern gewählt werden, Instrumentalunterricht anbieten kann. Die Wahl eines bestimmten Instruments begründet keinen Anspruch auf kostenlosen Unterricht in diesem Instrument.

Eine Befreiung vom (schulischen) Instrumentalunterricht ist möglich, wenn die Schülerin bzw. der Schüler besonders qualifizierten außerschulischen Instrumentalunterricht erhält (Privatunterricht).

Die Bewertung und Benotung der Schülerleistungen im Instrumentalunterricht erfolgt ausschließlich durch die Musiklehrkräfte des Gymnasiums.

„Es geht um Freude und emotionalen Gleichklang, um Rhythmus und Gemeinsamkeit, um Singen und Spielen. Aktive Beschäftigung mit Musik tut gut! Also auf geht’s: a one, a two, a one-two-three-four ...“ 

(aus: „Musik im Kopf” von Prof. M. Spitzer)