Kulturfahrt zum Bayerischen Rundfunk

Am 30. April 2026 unternahmen der musische Teil der Klasse 10C, die Klassen 11A und 11B (jeweils alle Schülerinnen und Schüler mit Musik) sowie das Leistungsfach Musik der Q12 im Rahmen des Musikunterrichts eine Exkursion nach München zum Bayerischen Rundfunk (BR). Ziel dieser Fahrt war es, einen Einblick in die Arbeit der weltberühmten Klangkörper des BR zu erhalten.

Am 30. April 2026 trafen wir uns bereits um 7:15 Uhr am Busbahnhof in Kempten und fuhren gemeinsam mit dem Bus nach München. Bereits während der Busfahrt stimmten sich die Schülerinnen und Schüler auf den besonderen musikalischen Tag ein, indem sie mehrstimmige Gesänge aus ihrem Repertoire anstimmten. Unser erster Programmpunkt führte uns in die Isar-Philharmonie.

Dort besuchten wir ein etwa einstündiges Konzert mit dem Titel „Echtzeit“, ein spezielles Format für Schulklassen. Die Isar-Philharmonie war vollständig mit Schülerinnen und Schülern gefüllt, was für eine lebendige und besondere Atmosphäre sorgte.

Im Rahmen dieses Konzerts hörten wir unter anderem das Violinkonzert op. 14 von Samuel Barber.

Ausgeführt wurde das Konzert von renommierten Künstlern: Dirigent war Osmo Vänskä, den Solopart an der Violine übernahm Renaud Capuçon, begleitet vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Einige Künstler wurden während der Moderation auch interviewt, was eine besonders nahbare Verbindung zum Publikum mit sich brachte.

Nach dem etwa einstündigen Konzert setzten wir unsere Fahrt fort und fuhren weiter nach Unterföhring zum Chor des Bayerischen Rundfunks. Dort erhielten wir die besondere Gelegenheit, eine Probe des Chores live mitzuerleben. In der Vorbereitung eines Programms rund um die Familie der Komponisten Bach wurde auch ein modernes Werk einstudiert: „Erinnerungen“ für gemischten Chor a cappella von Héloïse Werner. Es handelte sich dabei um eine Uraufführung, die als Kompositionsauftrag des BR-Chores entstanden ist.

Besonders beeindruckend für uns war das Miterleben der Einstudierung dieser Auftragskomposition. Dabei wurde deutlich, dass auch im professionellen Bereich nicht alles sofort perfekt funktioniert, sondern besonders sehr anspruchsvolle Werke intensiv erarbeitet werden müssen. Wir wurden Zeugen einer äußerst konzentrierten und zugleich faszinierenden Probenarbeit und waren besonders von den vielen spannenden, teils völlig unerwarteten Klangmomenten beeindruckt.

In einer Pause der Chorprobe hatten wir zudem die Gelegenheit, mit zwei Sängern des Chors des Bayerischen Rundfunks persönlich ins Gespräch zu kommen. Die Schülerinnen und Schüler nutzten diese Möglichkeit, um zahlreiche Fragen rund um den professionellen Chorgesang zu stellen.

Im Anschluss an den Probenbesuch zeigte uns Jochen Fornell, Toningenieur beim Bayerischen Rundfunk, das Studio sowie das Probenstudio des Münchner Rundfunkorchesters. Außerdem erhielten wir Einblicke in seinen Arbeitsplatz – das Tonstudio hinter den Kulissen, mit dem die großen Klangkörper des BR professionell aufgenommen werden können. Besonders erwähnenswert ist, dass Jochen Fornell der Vater unserer Mitschülerin Mira Fornell ist, wodurch dieser Einblick für uns eine noch persönlichere Note erhielt.

Am Nachmittag traten wir schließlich die Rückfahrt nach Kempten an, wo bereits nächste eigene musikalische Proben auf unsere Schülerinnen und Schüler warteten.

Insgesamt war die Fahrt zum Bayerischen Rundfunk eine sehr interessante und lehrreiche Erfahrung, die uns allen lange in Erinnerung bleiben wird.

Jürgen Brennich